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Beispiel

Vom PDF zum prüfbaren Leistungsverzeichnis

Ein Durchgang durch einen Vorgang: was Sie hochladen, was das System daraus misst und was Sie am Ende in der Hand halten – einschließlich der Stellen, an denen es abbricht.

Beispieldaten, keine realen Auftragsdaten.

Ablauf

Was in den vier Schritten geschieht

Die Reihenfolge ist nicht verhandelbar: erst wissen, welches Blatt vorliegt, dann messen, dann bewerten. Wer zuerst bewertet, bekommt eine Summe ohne Grundlage.

  1. Plansatz hochladen

    Die PDF-Pläne kommen per Datei-Ablage in den Vorgang. Die Analyse startet, sobald die Datei im Speicher angekommen ist.

    Je Datei bis 50 MB. Gemessen wird aus Grundrissen, Schnitten, Gründungs-, Statik- und Treppenplänen. Tür- und Fensterlisten werden als Quelle mitgelesen, tragen aber selbst keine Beton- oder Putzmengen. Eine Baubeschreibung wird gelesen: Angaben wie Fußbodenaufbau, Dämmstärke oder Bauzeit werden mit Kapitel und Zitat als Vorschlag festgehalten — in die Mengen und in das LV fließen sie noch nicht ein. Raumbücher werden derzeit nicht ausgewertet.

    DokumentePlatzhalter

    Hier erscheint eine Ansicht aus der Anwendung.

    1600 × 1000 px · hell und dunkel

    Der Plansatz mit Dokumentart je Blatt und dem Fortschritt der laufenden Analyse.
  2. Blätter einordnen

    Jedes Blatt wird nach Fachdisziplin und Art bestimmt, bevor gemessen wird – ein Installationsplan liefert keine Betonmengen.

    Aus dem Plankopf kommen Plannummer, Index und Maßstab; ein Maßstabsbalken im Blatt entscheidet den Streitfall. Blätter ohne auswertbare Geometrie werden als solche benannt, statt stillschweigend in die Mengen einzufließen.

    RäumePlatzhalter

    Hier erscheint eine Ansicht aus der Anwendung.

    1600 × 1000 px · hell und dunkel

    Die aus den Flächenangaben gelesenen Räume mit Geschoss, Fläche, Belag und Prüfstatus.
  3. Mengen messen

    Raumpolygone, Wände, Decken und Öffnungen werden aus der Vektorgeometrie der Zeichnung gemessen und dem Geschoss zugeordnet.

    Fläche und Umfang stammen aus der Messung, nicht aus einer Annahme über die Raumform. Was ein Grundriss nicht zeigen kann – Geschosshöhe, Betongüte, Wandaufbau – tragen Sie einmalig in den Rohbau-Parametern nach; bis dahin gelten DIN-typische Annahmen, sichtbar markiert.

    MengenPlatzhalter

    Hier erscheint eine Ansicht aus der Anwendung.

    1600 × 1000 px · hell und dunkel

    Ausbau- und Rohbaumengen je Bauteil, mit Herleitung und Einheitspreis aus dem Katalog.
  4. Positionen bilden und bewerten

    Aus den Mengen entstehen LV-Positionen nach DIN 276 und VOB/C, bewertet mit Einheitspreisen aus dem Katalog.

    Offene Punkte werden je Position gekennzeichnet: unvollständig, optional oder zu klären. Fehlt der Katalogpreis, bleibt die Position unbepreist und außerhalb jeder Summe – sichtbar, aber nicht mitgerechnet.

    LeistungsverzeichnisPlatzhalter

    Hier erscheint eine Ansicht aus der Anwendung.

    1600 × 1000 px · hell und dunkel

    Positionsliste mit OZ, Kurztext, Menge, Einheitspreis und Status – darunter das Summenblatt.

Leistungsverzeichnis

So sieht eine Position aus

Die Ordnungszahl ist dreistufig: Titel, Untergruppe, Position. Jede Zeile trägt ihre Herkunft, und die vierte Zeile trägt das, was fehlt.

Grundriss_OG_M1-100.pdf12 Seiten · 184 Positionen
01.02.030Mauerwerk KS-Plansteine, d = 17,5 cmgemessen · S. 3, Grundriss OG
148,60 m²14.339,90 €
01.03.010Stahlbetondecke C25/30, d = 20 cmgemessen · S. 5, Schnitt A–A
212,40 m²28.036,80 €
02.01.040Zementestrich CT-C25-F4, 60 mmaus dem Plan gelesen · S. 3
198,75 m²6.797,25 €
02.02.010Innenputz Gips, Q2kein Katalogpreis hinterlegt
486,20 m²Preis fehlt
Gesamt netto3 von 4 Positionen bepreist49.173,95 €
Beispielhafte Darstellung eines erzeugten Leistungsverzeichnisses – keine realen Auftragsdaten.

Ergebnis

Was am Ende vorliegt

Sechs Bestandteile, die zusammen ein prüfbares Dokument ergeben – und nicht nur eine Zahl am Ende einer Spalte.

Leistungsverzeichnis
Positionen mit OZ, Kurz- und Langtext, Einheit, Menge, Einheitspreis und VOB/C-Bezug, nach Gewerken gegliedert.
Mengennachweis
Je Position stehen Geschoss und Quellblatt dabei, dazu die Grundlage der Menge: gemessen, gelesen, abgeleitet oder geschätzt.
Kostenaufstellung
Gliederung nach DIN 276 mit KG 300, KG 400, KG 500 und Baunebenkosten – Netto, 19 % Umsatzsteuer und Brutto getrennt.
Klärungsliste
Jeder offene Punkt mit betroffenem Gewerk und zuständiger Fachplanung, damit die Rückfrage an die richtige Stelle geht.
Planverzeichnis
Die Liste der Blätter, auf denen die Mengen tatsächlich beruhen – mit Plannummer und Index, so wie im Plankopf gelesen.
PDF-Ausgabe
Das Leistungsverzeichnis als PDF: bepreist für die eigene Kalkulation oder blanko als Leerverzeichnis für den Bieter.

Grenzen

Wo das Verfahren aufhört

Drei Grenzen, die wir lieber vorher nennen als hinterher erklären.

  • Nur PDF

    DWG, DXF, IFC und Bilddateien werden nicht geöffnet. Eingescannte Pläne werden gelesen, aber ungenauer als vektorisierte.
  • Keine fertige Kalkulation

    Das Ergebnis ist eine Grundlage für Ihre Kalkulation. Die fachliche Prüfung und das Angebot bleiben Ihre Entscheidung.
  • Die Summe kann ausbleiben

    Findet die Prüfung einen kritischen Widerspruch – etwa zwei Bauvorhaben in einem Plansatz –, wird keine Angebotssumme ausgewiesen. Positionen und Mengen bleiben sichtbar.

Grundlagen

Was Bauleiter zuerst fragen

Sechs Antworten zu Umfang und Grenzen – ohne Auslassung an den Stellen, an denen das System etwas nicht kann.

Welche Pläne brauche ich?
Ausgewertet werden Grundrisse, Schnitte, Gründungs- und Schalpläne, Statikblätter mit Stab- und Mattenlisten sowie Treppenpläne. Aus einem Grundriss entstehen Räume und Ausbaumengen. Enthält ein Vorgang keines dieser Blätter, wird weder eine Mengenermittlung noch eine Angebotssumme erzeugt.
Welche Formate werden gelesen?
Ausschließlich PDF, bis 50 MB je Datei. DWG, DXF, IFC und Bilddateien werden bereits beim Hochladen abgelehnt, statt später in der Analyse zu scheitern. Ein vektorisiertes Plan-PDF wird genauer gelesen als ein eingescanntes.
Was passiert bei fehlenden Preisen?
Die Position bleibt im Leistungsverzeichnis stehen und trägt den Vermerk „Preis fehlt“. Sie geht in keine Summe ein. Es wird kein Preis geschätzt, nur um eine Lücke zu schließen – die Lücke ist die Information.
Ersetzt das die Prüfung durch den Kalkulator?
Nein. Das Ergebnis ist eine Kalkulationsgrundlage, kein geprüftes Angebot. Mengen, Preise und Annahmen bleiben einzeln sichtbar, damit Sie sie nachrechnen können. Die Entscheidung über das Angebot bleibt bei Ihnen.
Wie genau sind die Mengen?
Jede Menge trägt ihre Herkunft: aus der Zeichnung gemessen, aus einer Liste des Plansatzes gelesen, geometrisch abgeleitet oder geschätzt. Für die Kosten gilt: Abweichungen von 15–30 % zu realen Vergabepreisen sind möglich.
Was kostet die Nutzung?

Die Registrierung verlangt keine Zahlungsdaten. Ein Preismodell ist im Produkt noch nicht hinterlegt: Preismodell

B&C Software trägt das Preismodell vor der Veröffentlichung an dieser Stelle ein.